Fachvortrag zur Unternehmensbewertung in Berlin

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Ralf Harrie, Experte für Unternehmensbewertung in Berlin, schätzt die Vorteile des Ertragswertverfahrens.

„Mehr als zwei Drittel aller deutschen Firmeninhaber schätzen den Wert Ihres Unternehmens als zu hoch ein“, sagt Ralf Harrie, Experte für Unternehmensbewertung in Berlin. Diese Überschätzung führt oft zu vielfältigen Problemen in der Praxis.

So muß ein Firmenerbe im Falle einer familieninternen Nachfolge einen unter Umständen zu hohen Ausgleichsanspruch der Miterben oder eine zu hohe Steuerforderung des Finanzamtes bezahlen. Beides kann im Extremfall zu einer massiven Belastung der Firma und nachfolgend zu einer wirtschaftlichen Schieflage eines ursprünglich gesunden Unternehmens führen.  Soll die Firma verkauft werden, führt eine solche Bewertung nicht selten zu überhöhten Preiserwartungen, die kein Käufer zu zahlen gewillt ist.

Unrealistische Bewertung kann Unternehmen gefährden

Ein Erwerber denkt in erster Linie daran, welche Erträge er mit dem neu erworbenen Familienunternehmen in Zukunft erwirtschaften kann. Aufgrund dieses unterschiedlichen Blickwinkels kommen beide Seiten nicht selten zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Um Berliner und Brandenburger Familienunternehmer für das Thema Unternehmensbewertung zu sensibilisieren lud die IHK Berlin in Kooperation mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und dem Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring e.V. zu einem Expertenvortrag ein.

Ralf Harrie, Experte für Unternehmensbewertungen in Berlin stellte in seinem Vortrag die unterschiedlichen Methoden der Unternehmensbewertung vor. Nachfolgend diskutierte er mit den anwesenden Zuhörern die wichtigsten Einflussfaktoren und Fallstricke bei der Wertermittlung eines Unternehmens.

Ertragswertverfahren liefert plausiblere Ergebnisse als oft verwendete Multiplikatoren

Neben dem Substanzwert- und Multiplikatorverfahren wird in Deutschland insbesondere das Ertragswertverfahren für die Bewertung von Unternehmen angewendet. Dieses von Unternehmen, Kammern und Finanzbehörden akzeptierte Verfahren bereinigt bei der Bestimmung des Unternehmenswertes die Ergebnisse der Vergangenheit um Sondereffekte und kombiniert diese mit einer möglichst plausiblen Prognose der zukünftigen Unternehmensentwicklung. Damit stellt das Ertragswertverfahren eine sehr viel plausiblere Berechnungsmethode dar, als das nur auf den Ergebnissen der Vergangenheit beruhende Multiplikatorverfahren.

Ergänzend dazu berichtete Jakob Maechler, Geschäftsführer der boeba Montagen- und Aluminium-Bau GmbH von seinen praktischen Erfahrungen mit dem Thema Unternehmensbewertung.

Foto: © Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring e.V.

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