Unternehmensnachfolge Thüringen: Erfolgreicher Stabwechsel bei der Saalfelder EPSa

Unternehmensnachfolge-News freut sich immer, wenn ein Generationswechsel im Mittelstand gelingt und Arbeitsplätze gesichert werden. Genau dies war beim Stabwechsel bei der Saalfelder EPSa (Elektronik und Präzisionsbau Saalfeld GmbH) der Fall. Darüber berichtete die Thüringer Allgemeine Zeitung am 14. Dezember 2015. 

Im Rahmen des Stabwechsels bei der Saalfelder EPSa übernimmt der neu hinzugekommene Geschäftsführer Ali Sahin gemeinsam mit der Süd-Beteiligungen GmbH die Gesellschafteranteile im Rahmen eines Management-Buy-In (MBI). Durch diesen Generationswechsel kann der im Thüringer Wald ansässige Spezialist für Elektronik Manufacturing Services seine Zukunft und die Zukunft der 209 Mitarbeiter sichern. Die Schwerpunkte des mittelständischen Unternehmens liegen in der Fertigung von Industrieelektronik sowie elektronischen Komponenten und Geräten der Medizintechnik. Außerdem ist EPSa ein führender Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen auf den Gebieten Telematik und Informationstechnik. Insgesamt kann die Gesellschaft in ihren Geschäftsfeldern auf eine sehr stabile und positive Geschäftsentwicklung zurückblicken.

Gründliche Vorbereitung einer Unternehmensnachfolge ist erfolgskritisch

In dem fast zwei Jahre dauernden Prozess begleitete Ralf Harrie, Partner von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten in Weimar die Inhaber bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger und einer geeigneten Finanzierung. In der Thüringer Allgemeinen Zeitung verweist Harrie, dass eine guten Vorbereitung einer Unternehmensnachfolge für den Erfolg eines solchen Prozesses sehr wichtig ist: „Ohne ein umfangreiches Netzwerk und eine gründliche Vorbereitung der Verhandlungen ist ein komplexes Thema wie die Unternehmensnachfolge kaum zu managen“.

„Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Sahin und der SüdBG eine zukunftsorientierte Fortführung der EPSa gefunden haben“, erklären die altersbedingt ausscheidenden Gründungsgesellschafter Uwe Schulze und Dr. Dieter Simon. Ihnen liegen der Erhalt der derzeitigen 211 Arbeitsplätze sowie die Entwicklung des Unternehmens am Standort in Thüringen auch künftig sehr am Herzen.

Der neue geschäftsführende Gesellschafter Ali Sahin war zuletzt als Vice President Vertrieb EMEA für den amerikanischen Halbleiterproduzenten EXAR Inc. tätig und kann auf mehr als 15 Jahre
internationale Vertriebstätigkeit zurückblicken. Er sieht seine neue Herausforderung insbesondere im Ausbau des internationalen Vertriebs und strebt den strategischen Ausbau der Positionierung von EPSa an.

„Wir wollen EPSa als mitteldeutsches, innovatives Unternehmen mit unserem Netzwerk unterstützen und den Wachstumskurs aktiv begleiten. Das Engagement von Herrn Sahin sehen wir als hervorragende Basis, das Unternehmen auch international voran zu bringen“, erläutert Andreas Müller, Investment Direktor der SüdBG.

EPSa wurde im Zuge der Übernahme der Elektronikfertigung des Carl-Zeiss-Kombinates 1992 durch die beiden Gesellschafter Dr. Dieter Simon und Uwe Schulze im Rahmen eines Management
Buy Out (MBO) gegründet. Die Geschäftsbeziehung zu Carl Zeiss hat sich bis heute bewährt – die Bereiche Medizin, Mikroskopie und Messtechnik sind Hauptkunden der Gesellschaft. Im Bereich
der Fertigung zählen insbesondere die Bestückung von Leiterplatten im SMD- sowie THTVerfahren sowie die Montage ganzer Baugruppen und Systeme zu EPSas Kerngeschäft. Darüber hinaus werden den Kunden als Mehrwert die Lackierung und der Verguss zum Schutz von klimatischen Einflüssen angeboten. Zudem erhöhen die eigene mechanische Fertigung sowie eine
Reinraumfertigung die Fertigungstiefe. Die Produktentwicklungen, vorrangig im Telematik-Bereich und im Bereich Fahrgastinformationssysteme, werden sowohl durch eigene F&E-Kapazitäten als auch in enger Kooperation mit Thüringer Partnerfirmen vorangetrieben.

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